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Liebe Wimmerrickser und solche, die es werden möchten,


es ist vollbracht. Das erste Livekonzert nach 11 Monaten. Am 20. Mai 2021 in Wyk auf Föhr in der alten Druckerei (siehe Bild). Ein Zwei-Gänge-Menü mit Musik und Poesie. Das Publikum war wie ein trockener Schwamm den man ins Wasser hält. Der Verzicht verstärkt das Bewusstsein für das einst Selbstverständliche. Es war einfach nur schön.
Jetzt geht es weiter. Am 9. Juli vor dem Haus in Jockgrim, am 17, Juli in der Hemingway Lounge, Karlsruhe, am 19. Juli bei der Montagsdemo Stuttgart 21 und am 7. August beim Kultursommer Durlach und… siehe aktuelle Termine auf meiner HP, auch weil alles unter Vorbehalt steht.

Und wie geht es danach weiter? Tja, wenn man das wüsste. Eines scheint mir sicher. Ein „so wie früher“ wird es wohl nicht geben. Überrascht bin ich immer wieder, wie viele Menschen man wiedererkennt, trotz Maske. Ist unser Gesicht, unser Kommunikationszentrum, am Ende gar nicht so entscheidend? Sehen wir den Menschen immer als Ganzes? Ganzheitliches Betrachten ist ja per se gut, aber anstrengend. Sich auf ein Detail zu konzentrieren und sich fest zu beißen ist viel einfacher für unser Gehirn, das ja von Natur aus das Bequeme vorzieht. Die zerstörerische Kraft der Bequemlichkeit sehen wir auch deutlich beim Konsum. Viele Geschäftsmodelle, nicht nur von Amazon, basieren ja auf unserer Bequemlichkeit. Auch beim Umweltschutz machen wir es uns bequem. Wenn uns eine Partei verspricht Umweltschutz geht ohne Verzicht, dann wird sie gewählt, um uns anschließend darüber zu beschweren, dass Politiker ihre Versprechen nicht halten. Ich muss da immer an den wunderbaren Text „Geld und Wachstum“ von Michael Ende aus den 80er Jahren denken. Und dann spiele ich noch seine Ballade „Lobgesang auf einen Nichterfinder“. Dann fühle ich mich ganzheitlich, nicht wohl aber wohlig. Ach, die Musik müsste es eigentlich auf Rezept geben. Das würde den Künstlern und den Menschen helfen und wir könnten es uns bequem machen, in unbequemen Zeiten. Soweit meine bequem unbequemen Gedanken.

Ach, und dann habe ich mich noch an 2015 erinnert. An mein Lied "Karl" zum Stadtgeburtstag 300 Jahre Karlsruhe. Siehe Bild 2. Hier der Link zum Lied: Karl

Zum Schluss noch eine Empfehlung:
Ich bin ein Fan von „Die Anstalt“, ZDF. In der Sendung vom 4. Mai hatten Uthoff und von Wagner die Aufgabe alle Affären der Union in 45 Minuten auf eine Tafel zu bringen. Vorweg und nicht überraschend: Sie haben es nicht geschafft. Hier der Link und unten der passende Wimmerrick dazu Die Anstalt 4. Mai

Mit 60 unENDElichen bequemen Grüßen
Rainer Markus Wimmer

Wimmer
KARL

Meine Termine im Juli und August. Alles unter Corona-Vorbehalt. Aktuelles unter www.wimmerx.de

WimmerX des Monats

Ein Stück vom Mensch

Ich hätte gern vom Mensch ein Stück.
Den Mut, den Zorn, den Fleiß, das Glück.
Das Mitgefühl, den kleinen Despot.
Was haben sie den im Angebot?
Na ja, Gefühle gehen nicht gut.
Und auch nicht Fleiß oder der Mut.
Was immer geht, das hab ich hier.
Es ist die Gier, die Gier, die Gier.

© Rainer Markus Wimmer

Weiter Wimmerricks in meinem Buch:

WimmerX,
Wortdissens im Konsens, Nonsens
Gedichte
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